Erfolgreiche Möwenvergrämung auf Sylt

Problematik an der Strandpromenade:

Die Insel Sylt Tourismus-Service GmbH ist der größte touristische Dienstleistungsbetrieb der Insel Sylt. Das Gebäude steht exponiert direkt an der Strandpromenade. Die Dachfläche mit den Tonnengewölben war schon lange ein beliebter Aufenthaltsort von Möwen. Es galt verschiedene Probleme zu lösen. Die neue Dachhaut war durch die Hinterlassenschaften der Möwen angegriffen. Eine erneute Beschichtung wäre teuer gewesen und hätte nur kurzfristig etwas verbessert. Da die Vögel große Mengen Futter auf das Dach brachten, verstopften die Muschelschalen, Seesternreste, Knochen und anderes Material die Abflüsse und setzten auch auf der Promenade und direkt vor dem Gebäude üble Gerüche frei. Die große Menge an Möwenkot auf dem Dach stank bei feuchtem Wetter derart, dass die Mitarbeiter im OG die Fenster nicht mehr öffnen konnten. Auch Abhilfe durch häufiges Reinigen war nur von kurzer Dauer. 


Die immens verschmutzte Dachfläche mit dem Dauerschreien der großen Truppe von Möwen war zu einem ernsten Lärm- und Hygieneproblem geworden. Die bereits an den Dachkanten angebrachten Stachelreihen wurden von den Möwen niedergetrampelt und ignoriert. Sie führten zu keiner Verbesserung.



Auf den Bild rechts kann man die bereits

aufgetretenen Schäden durch Möwenkot an der Dachhaut erkennen. 


Zum Montagezeitpunkt war die Dachfläche frisch gereinigt. Dies war unbedingt notwendig, um die gewohnten „Umgebungsgerüche“ der Möwen zu entfernen. 


Dadurch wurde die Wirksamkeit des Bird Free Gels unterstützt.

Lösung:

  • Die Möwenvergrämung auf der Dachfläche wurde mit drei ineinandergreifenden Systemen realisiert. Die Stacheln an den Dachkanten waren wirkungslos geblieben, da die Möwen genau dort ihre Lieblingsplätze hatten und nicht bereit waren, sich von einer mechanischen Barriere die beste Aussicht nehmen zu lassen. Hier wurden nicht nur die Dachkanten mit Bird Free Gel blockiert, sondern auch die rückwärtige Attika, die Mauer zum Hotel und die ersten Meter der Tonnengewölbe. Da das Gel für die Möwen unangenehm riecht, klebrig ist und wie eine Feuersäule aussieht, bewirkte diese Maßnahme eine Verhaltensänderung bei den Vögeln. Sie mieden diese Areale. 
  • Direkt an der mittigen Glaspyramide auf dem Dach wurden vier Ornigard-Schalldruckgeräte montiert. Der nicht hörbare Schalldruck ruft bei den Möwen ein unangenehmes Empfinden auf dem Gefieder hervor. Die Schalldruckgeber drehen sich und schwenken die Absitzbereiche der Vögel permanent ab. Weder Menschen noch Vögel hören diese modulierten „Geräusche“, da sie oberhalb ihres Hörvermögens liegen. Die Möwen gewöhnen sich nicht an den Schalldruck.


  • Die dritte Maßnahme verursacht durch die unregelmäßigen Panikrufe durch ein Bird Gard Gerät mit vier Lautsprechern bei den Möwen Unsicherheit und Aufruhr. Statt es sich in der Sonne  auf dem Dach gemütlich zu machen, müssen die Möwen das Dach verlassen und auffliegen, sobald die Warnrufe ertönen.  Sie folgten ihrem Instinkt als Schwarmvogel. Die Vögel sehen den Aufenthalt an ihren angestammten Plätzen durch die Kombination dieser drei verhaltensändernden Maßnahmen als unsicher und unangenehm an. 

Fazit: Die Möwen suchten sich etwas besseres und damit das „Weite“.


Kundenstimme:

Westerland/Sylt. "Möwen sind ja hier omnipräsent", sagte Marcus Kopplin, KLM- Betriebsleiter,

Die Möwen nisteten zum Teil auf Dächern der KLM-Wohnungen. Das Gekreische der Tiere sei "schwer erträglich", bekannte Kopplin. Mit Schreien von "Feindvögeln, die bedrohlich Wirken", gehe man nun dagegen an. Der schuhkartongroße Kasten wurde auf Wohnanlagen getestet.

Zwar seien auch die Greifvogelschreie störend, diese ließen sich aber durch eine Zeitschaltuhr kontrollieren. Die Bewohner hätten Verständnis für die Aktion gezeigt.


Bis Mitte Juni, zum Ende der Brutzeit, soll das 400 Euro teure Gerät im Einsatz bleiben. "Im Wirkungskreis vom Gerät konnten wir keine Tiere mehr feststellen." Wo die feindlichen Schreie nicht erschallten, hätten sich die Möwen weiter "in der Sonne geaalt". Wenn kein Gewöhnungseffekt bei den Vögeln eintritt, soll der kreischende Schuhkarton auch 2015 zum Einsatz kommen.

Inspiriert wurde das KLM vom Insel Sylt Tourismus Service, der bereits positive Erfahrungen

mit den Geräten gemacht habe. (dpa)


Hier geht's zum ARD Beitrag aus der Reihe "W wie Wissen" zum Projekt auf Sylt.

20 ORNIGARD Geräte bieten Rundum-Schutz für die PLAZA

 

Ein Überblick:

"ORNITEC Projekte"

 

Krähenvergrämung in Elmshorn