

Krähen, Dohlen, Stare
Raben und Krähen bilden zusammen die Gattung Corvus in der Familie der Rabenvögel (Corvidae). Die größeren Vertreter werden als „Raben“, die kleineren als „Krähen“ bezeichnet. In Europa kommen Kolkrabe, Rabenkrähe, Nebelkrähe, Saatkrähe und die Dohle (auch Turmkrähe genannt) vor.
Intelligenz von Krähen
Krähen gelten laut zahlreichen Studien als die intelligentesten Vögel. Sie können komplexe Handlungen im Voraus planen, beeindruckende Merkleistungen beim Verstecken von Nahrung zeigen und sich in andere einzufühlen. Sie sind in der Lage, Werkzeuge aus Draht oder natürlichen Materialien herzustellen, den Straßenverkehr geschickt zum Knacken von Nüssen zu nutzen und ihr Wissen an Artgenossen weiterzugeben. Ein bemerkenswertes Merkmal ist ihre Fähigkeit zur Spiegel-Selbsterkennung. Eine Leistung, die viele als intelligent geltende Säugetiere nicht erbringen können.
Probleme mit Krähen und Dohlen:
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Krähen können Felder und Ernten schädigen, auf Agrarfläche Saatgut auszupfen oder reife Früchte und Gemüse anpicken.
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Die Anhäufung von Krähenkot kann in städtischen Gebieten und in der Industrie Hygieneprobleme verursachen.
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Krähen können auf Dachflächen Löcher in die Dachhaut hacken, Dichtungen herausreißen und Fahrzeuge stark verkoten, was zu Schäden führen kann.
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Dohlen neigen dazu, in Gebäuden, Hallen, Kirchtürmen und anderen Strukturen zu nisten. Dies kann zu Verschmutzungen, Lärmbelästigung und potenziellen Schäden an Gebäuden führen.
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Dohlennester können immens groß sein und stellen in technischen Anlagen, wie in der Chemie, ein hohes Brandrisiko dar.
Probleme mit Staren:
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Stare verursachen landwirtschaftliche Schäden an Obstbäumen und Weinreben , was zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten führen kann.
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Stare können Nistmaterial in Lüftungssystemen von Gebäuden ansammeln, was zu Verstopfungen und Schäden führen kann.
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Stare können in der Viehhaltung das Futter verunreinigen und durch Keime in ihrem Kot die Milchqualität mindern.
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Stare können Krankheitserreger wie Salmonellen übertragen, insbesondere wenn sie in großen Gruppen leben und Nahrungsquellen teilen.
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Schwärme von Staren können eine Gefahr für den Flugverkehr darstellen, da sie in die Triebwerke von Flugzeugen geraten können.
In all diesen Fällen kann die Vergrämung oder Regulierung von Krähen-, Dohlen- oder Starenpopulationen notwendig sein, um bestimmte Probleme zu minimieren.
Saatkrähe (Corvus frugilegus) (G)

Als Zug- und Standvogel kommt sie in ganz Europa vor. Sie ist an der steilen Stirn und der grauen, ungefiederten Schnabelwurzel zu erkennen, die sich vom blauschwarz glänzenden Gefieder absetzt. Der wulstige, gräuliche Schnabel wirkt lang und spitz mit gleichmäßiger Biegung. Als sozial lebende Art ist die Saatkrähe sehr ruffreudig. Auch die Jungvögel und Nestlinge rufen sehr laut. Sie sind Allesfresser und nisten in Kolonien. Sie brüten nur einmal im Jahr 4 bis 6 Eier und sind ganzjährig geschützt.
Rabenkrähe (Corvus corone)

Die schwarze Rabenkrähe kommt in Deutschland südwestlich der Elbe vor. Ihr Gefieder ist bläulich schimmernd, sie hat eine Länge von etwa 47 cm, der schwarze Schnabel ist dick und gebogen. Ihr Gesicht ist im Gegensatz zur Saatkrähe befiedert. Sie nistet auf hohen Bäumen und brütet 4 bis 6 Junge aus. Die Rabenkrähen werden auch Aaskrähen genannt und sind Allesfresser. Außerhalb der Brutzeit fliegt sie in der Abenddämmerung in großen Schwärmen zu ihren Schlafbäumen.
Nebelkrähe (Corvus cornix)

Die grau-schwarze Nebelkrähe kommt nordöstlich der Elbe vor. Sie ist eine Unterart der Rabenkrähe. Die Nebelkrähe besitzt einen grauen Körper mit schwarzen Flügeln, Schwanzfedern und schwarzem Kopf. Es können auch Hybridformen von Raben- und Nebelkrähe auftreten. Sie besitzt eine Flügelspannweite von 1 m. Krähen können bis zu 70 Jahre alt werden. Ihre Nahrung suchen sie auf dem Boden. Ihr Brutverhalten gleicht dem der Rabenkrähe.
Kolkrabe (Corvus corax) (G)

Er ist schwarz, bis 67 cm lang und mit einer Spannweite von 130 cm bussardgroß. Das Gefieder der Kolkraben hat einen grün-blau-violett schimmernden Metallglanz. Auch der kräftige Schnabel und die Beine sind schwarz. Sie leben reviertreu in Wäldern, in halboffenen Landschaften, an Steilküsten, im Gebirge, und in Stadtnähe.
Dohle (Corvus monedula) (G)

Sie ist ein geselliger Krähenvogel, sehr schlau und kommt in ganz Europa vor. Das Gefieder der Dohle ist schwarz-grau. Der Nacken und die Wangen sind hellgrau, Gesicht und Stirn schwarz, die Augen weiß bis hellblau. Sie brütet von April bis Juni 4 bis 6 Eier aus.
Star (Sturnus vulgaris)

Stare leben außerhalb der Brutzeit in großen Schwärmen. Ihr Schlichtkleid ist dann schwarz mit weißen Punkten. Stare baut Tierlaute in ihren Gesang ein. sie sind nur 19 bis 22 cm groß und bauen ihre Nester in Höhlen.
Meist ernähren sie sich von Insekten und Obst. Obwohl sie Zugvögel sind, überwintern manche Stare hier.
